Feinschnitt Barcelona /Picadura de Barcelona d’ Adrià Pujol Cruells

A veces personal, a veces con mirada antropológica, pero siempre con mucho humor y autoironía, la novela de Adrià Pujol Cruells narra la ambivalente relación del narrador con su ciudad de adopción: Barcelona. Traducida al alemán, el 22 de mayo se presentó en Berlín en la Brotfabrik con lectura y charla de autor, traductor y editor. Compartimos una introducción del editor Lucas Franken, y un fragmento de la novela en alemán, catalán y castellano.

català

Deutsch

Adrià Pujol Cruells ©Victor P. de Óbanos & Matthias Friedrich

Adrià, el narrador de la novela Picaduras de Barcelona, vuelve a casa tras una noche de copas, fuma, bebe cerveza y, mientras camina lentamente hacia su piso, deja volar sus pensamientos. Así se despliega un panorama de la ciudad de Barcelona en sus múltiples facetas. A veces personal, a veces con mirada antropológica, pero siempre con mucho humor y autoironía, narra la ambivalente relación del narrador con su ciudad de adopción.

Picaduras de Barcelona, de Adrià Pujol Cruells, se publicó en catalán en 2014 con el título Picadura de Barcelona. La traducción de Matthias Friedrich, publicada en enero de 2025, marca el lanzamiento de la recién fundada Franken Verlag y es también la primera oportunidad de descubrir al autor catalán en el mundo de habla alemana.

Con motivo de la primera (y única) presentación del libro y lectura de Adrià Pujol Cruells junto con su traductor Matthias Friedrich y el editor Lucas Franken, la que tendrá lugar el 22 de mayo de 2025 a las 19:30 en la Brotfabrik de Berlín, Revista Desbandada publica en exclusiva un extracto de la novela. ¡Que disfruten la lectura!

castellano

Aus den Laternen auf der Plaça del Sortidor rinnsalt kränkliches Licht, ich rauche. Auf den Bänken schlafen Menschen. Die Stadtreinigung hat die Pflastersteine mit phreatischem Wasser begossen, das aber ist nicht der Grund, weshalb es im Viertel Poble-sec so stinkt. Auf der Flanke des Bewässerungsfahrzeugs lese ich den Slogan: „Samstags machen wir die Stadt von Grund auf sauber.“

Bis gerade eben habe ich mit einem Freund sämtliche Probleme der Welt gelöst. So sah man sich nach der Mercè, dem Jahresfest der Hauptstadt, wieder, nachdem die Heuschreckenplage endlich vorübergezogen war. Wir haben die Tür unserer Lieblings-Bodega hinter uns geschlossen und uns in einer menschenleeren Straße voneinander verabschiedet. Gleich mache ich mich auf den Weg in meine Wohnung, die ein Stück am anderen Ende liegt. Barcelonas Stadtkern lässt sich in einer Stunde durchqueren. „Mit einem guten Steinwurf“, wie mein Freund gerne sagt, der immer zu Fuß geht.

Die Nacht ist mild. Als Wegzehrung kaufe ich auf der Plaça de la Bella Dorita einem trödelnden Pakistaner ein Bier ab, eine von diesen Dosen, auf die man keinen Durst hat, ein Automatismus des Destilliriums. Im Volksmund heißt dieser Platz El Molino. Die krummen Rasensprenger besprühen die Baumanlage, wie sie lustig sind. Meine Füße werden nass, eine unreine Taufe. Ich setze mich auf eine Bank, wische die Sitzfläche mit einem T-Shirt-Zipfel ab, mache die Dose auf und denke an Ort und Stelle an meine Ankunft in der Stadt zurück.

Mit achtzehn langen Jahren, der Akne, die sich unter meiner Mähne verbarg, und einem SARFA-Ticket wurde ich beim Busfahrer vorstellig. Der biss sich auf die Zunge und lochte die Karte mit dem faulrandigen Daumennagel. Er war fett. Unter seinem kurzärmeligen, weißen, mit dunkelroten Streifen bedruckten Diensthemd wackelte ihm vom Doppelkinn an abwärts bis zum Hosenstall in füllig herabwabbelnden Falten das Fleisch raus. Er sah aus wie eine menschgewordene Meringe. Ich dachte, so ein Leben als Linienbusfahrer würde unweigerlich zur Verfettung führen, und malte mir aus, wie der Überlandbus zwischen dem Wackelpuddingkinn und der Oberkeule Platz fand. Er war ein Bombardini, der das ganze Jahr an Hitze litt. Und anschnauzen tat er mich:

„Du bist der Einzige, der hier oben wohnt. Ich musste extra für dich rauffahren. Macht es dir denn so viel aus, bis nach Palafrugell zu trampen? Ihr geht einem echt immer auf den Sack, ihr Leut aus Begur.“

Bei diesem einen Kommentar blieb es nicht. Ich setzte mich in die hinterletzte Ecke. Der Überlandbus dünstete den Geruch der ersten Fahrt des Tages aus: frisch gereinigt, viel zu viel Lauge, die sich mit dem Gestank des Dieselöls und der Ducados vermischte. Die hatte der Dicke auf dem Weg zu mir geraucht. Ein Flachwichser wie aus dem Lehrbuch, der mich ständig zusammenstauchte. Seiner Meinung nach wohnten in Begur nur Verbrecher. Bis zu meiner Ankunft in Barcelona blieben mir noch zweieinhalb Stunden, in denen ich aus dem Fenster schauen konnte, auf dem Schoß den Walkman. Draußen machte die Kälte alles zunichte. Ich rauche.

Das Jahr 1992 lag in den letzten Zuckungen. Daheim in Begur siechte meine Mutter an einem hartnäckigen Hirntumor dahin. Sie behauptete, draußen, vor der Dachluke des Schlafzimmers, der unbekannten Seite, lauere ein chlorblauer Hund auf sie. Dieser lebensfeindliche, gewiefte, auch sagenumwobene Fährmann warte nur darauf, sie am Meer der Unglückseligen vom einen Ufer ans andere zu tragen. Mit zunehmender Abmagerung schlugen ihre Visionen manchmal unwiderstehliche Funken. Zwei Monate bleiben ihr noch, so der Arzt im Krankenhaus von Bellvitge, wo sie trepaniert worden war. Feige vor dem Leben zurückweichend, zog ich, während ihr Todeskampf kein Ende nehmen wollte, mit meiner damaligen langjährigen Auserwählten, die ich seit der Schulzeit kannte, nach Barcelona, in eine Wohnung, die an der Grenze zwischen Sants, l’Hospitalet und les Corts lag. Ein farbenprächtiger Ort, denn an Grenzen fließt vieles zusammen, egal, ob offen ausgesprochen oder nicht. Besonders zu Spieltagen verwandelte sich diese hier in ein Tohuwabohu aus dealenden Prolls und ihren treuhänderisch anvertrauten Nutten, zum Großteil Barça-Fans. Und wie an allen anderen Grenzen auch war das, was auf der einen Seite begann und auf der anderen endete, nichts als eine Laune der Verwaltung. Kellner aus l’Hospitalet ließen sich von denen aus Barcelona nicht unterscheiden. Das Öl, mit dem sie ihre Tintenfische frittierten, verströmte dasselbe angekokelte Bouquet und ihre Ansichten zur Lokalpolitik gingen in eine ähnliche saft- und kraftlose Richtung. Ich drehe mir eine weitere Zigarette, noch bevor ich meine aktuelle ausgedrückt habe.

Meine Auserwählte sagte zu mir: „Ich gehe nach Barna studieren.“ Ich hatte nicht die geringste Lust, mich ihr anzuschließen, mich verschlug es aus reiner Trägheit dorthin, oder auch, weil ich das kuschelige Bett nicht verlieren wollte. Ich war willenloser als ein Stein. Vor der Erkrankung meiner Mutter war es mir überhaupt nicht schwergefallen, an einer Sache dranzubleiben. Ich tüftelte an Ideen mit Zukunftspotenzial, schritt zur Tat, ließ nicht locker. Wie beschwerlich es auch war, ich lernte ein Instrument, schrieb eine Erzählung, fragte in der Bar die Alten um Beistand und erreichte querfeldein einen bislang unbezwungen gebliebenen Gipfel, von einer schmalen Straße und von einem tuckernden Mofa aus betrachtet. Der Tumor meiner Mutter allerdings machte mir nach und nach die Schaffensfreude kaputt: der unausweichliche Tod, darüber sprechen, die Krallen, ihn abwarten, nichts dagegen ausrichten können, und das für einen Bengel, der bis dato auf der Gewinnerseite gestanden hatte. So sehr ich im Laufe meines Lebens auch von ihrem Tod auf Abstand gegangen bin, so ganz abschütteln können habe ich ihn nie.

Ich drücke die alte Zigarette aus und zünde die neue an. Kataloniens Hauptstadt war noch nicht aus ihrer langen, laaangen postolympischen Siesta erwacht. Träge und mit vollgeschlagenem Wanst oder, man könnte auch sagen, vereinsamt und einen Tick aufgekratzt krallte sie sich an den Laken des jüngst vergangenen Traumes fest. So vereinsamt und aufgekratzt wie eine junge Supermarktkassiererin, die sonntags auf einer Shoppingtour mit ihrem Auserwählten ihren halben Wochenlohn auf den Kopf gehauen, sich in eine prächtige Prinzessin verwandelt hat und, kaum ist Montag, Angst bekommt vor ihrem wirklichen Leben, es hasst und sich dagegen sträubt. Ein Schankwirt mit doppelter Staatsbürgerschaft – er wusste nicht, dass die Grenze ihm das Geschäft halbierte – fasste die Lage viel treffender zusammen, ohne Dingeling-Metaphorik:

„Als die Spiele waren, ist schon eeewig her, da kamen die Leut noch hierhin und haben sich ’nen Wermut mit Soda bestellt, aber dann auch nur einen, weißte, und als Nächstes haste-was-kannste ab vor die Glotze gelümmelt, Saufluke auf, in der Hand das leere Glas, und schwuppdiwupp, runter mit den News über alles, was in der Stadt so am Laufen war. Aber das ist Schnee von gestern, zumindestens wird jetzt wieder so bestellt wie früher, nämlich mit Schmackes. Und dann dieselben ollen Kamellen aufgewärmt, Politik, Fußball, und alle auf ihrem Platz!“

Alle komplett runter mit den Nerven. Und Barcelona stritt ab, dieselbe Stadt zu sein wie immer, weigerte sich, wieder konkret zu zeigen, wie kunterbunt, wie volksnah das Leben hier war. Von den oberen Vierteln aus gerierte sich Barcelona als kokette Stadt, die an einer Elephantiasis des Ichs litt, in Wahrheit aber nur ein verdruckstes Zentrum vorzuweisen hatte, dazu Katakomben und Vororte. Ein erstaunliches Amalgam gesellschaftlicher Schichten. Ein Potpourri, das in der Tat den Kern der Stadt zusammenhielt. Und man vertrat im Großen und Ganzen eine Scheißegalhaltung, legte angesichts des ganzen überkandidelten Schnickschnacks eine für die Mittelmeerregion typische Gleichgültigkeit an den Tag. Allerdings wurde die Stadt auch von einer schweren Last niedergedrückt, war nach dem ganzen Pomp fast erschlagen, wie am ersten Arbeitstag nach einem Jahresfest, dieser Moment, wenn schmuddeliges Konfetti auf dem Teer klebt.

Ich kam in einer aufgezehrten Stadt an. Die Behörden hatten sich vorgenommen, ihr mit einer Art provinziellem Determinismus neues Leben einzuhauchen. Wir standen einem ziemlichen Ungetüm gegenüber: angeführt von professionellen, schicksalshörigen Illusionsverkäufern, die uns sagten, Barcelona solle im Zentrum der Welt stehen bis in alle Ewigkeit. Das allerdings nahm ich ihnen nicht ab, denn die Bürger, denen ich begegnete, saßen fest zwischen einer etwas bedrückend anmutenden Gegenwart und einer Zukunft, die sich genauso schlecht vorhersagen ließ wie das Wetter in Ampurien. Heißt, Otto und Ottilie Normalverbraucher warteten auf Anweisungen. Im Zuge der Spiele hatte man sich an den Empfang von Befehlen gewöhnt. Und die Einwohner bekamen ein „und was machen wir jetzt?“ an den Kopf gedingdongt. Von weiter oben jedoch donnerte das Echo jener Witze herab, die man sich erzählt, wenn man nach dem Fressgelage noch gemeinsam am Tisch sitzen bleibt. Einerseits also die Minderheit, die Olympier, die den Wecker noch nicht gehört hatten, andererseits dieselben wie eh und je, die ungewaschene Masse.

Die Zahl der Zufriedenen nahm ab, die der Neinsager zu. Und mittendrin vertrat sich eine Heerschar olympischer Freiwilliger noch immer die Beine in der Stadt. Sie verhielten sich wie ein versprengtes Kommando, das vom Ende des Krieges nichts mitbekommen hat. Eine bereitwillige Gruppe, aber ohne irgendeine Aufgabe, ohne irgendwelchen Beistand, ohne eine Rettungsmission, die es zu erfüllen galt. Kein Witz: Diese Leute waren der kümmerliche Rest von etwa 35000 Menschen. Und der Stadtrat wollte sie umfüllen, den Traum in die Länge ziehen. Er bot sie diesen ganzen Vereinen an, die eine helfende Hand gut gebrauchen konnten. Aber die Nachfrage ließ zu wünschen übrig, denn in der Regel waren die Freiwilligen viel zu eifrig bei der Sache.

Wird man für seine Tätigkeit bezahlt, mehr noch, bekommt man einen Lohn, der knapp ist, aber fair, hält sich die Motivation des Arbeiters in Grenzen, weswegen dann der Chef ranmuss. Führt man im umgekehrten Fall allerdings eine Aufgabe freiwillig aus, überschreitet man hin und wieder unverhältnismäßig die eigenen Befugnisse. Du Spießer, du. Die einen erfanden sich in Leuchtwesten als Bürgerbeauftragte neu: „Fehlt Ihnen was?“ „Sollen wir Ihnen beim Überqueren der Straße helfen oder Ihren Marktkorb tragen?“ „Obacht: Das Plastik gehört in den gelben Container.“ „Halt! Sonst krachen Sie noch gegen das Auto hinter Ihnen, immer schön den Lenker drehen, ja, so ist recht!“ Die anderen betätigten sich bei bedeutsamen Protestaktionen, Marathonveranstaltungen und Großkonzerten als menschliche Schutzschilde. Und obwohl es Freiwilligendienste noch und nöcher gab, merkte man bereits, dass es mit dem Geist von 92 bergabging. Pünktlich zur Stampede mit dem Auto vor einer Schule anhalten zu müssen, das war nicht dasselbe, wie den Enkelkindern zu erklären, was es mit dem Bogenschützen und der Feuerschale auf sich hatte. Nein, keine Stampede, eine Herdenpanik. Ein Freiwilliger ohne die Aufgabe, die die Untiefen seiner Motivation vollständig ausfüllt, das erinnert mich an das Kind, das zum Dreikönigsfest die heißersehnten Rollschuhe geschenkt bekommt und draußen ist alles zugeschneit. Nein, kein Spießer, ein Schlawiner. Ohne Frage.

Die Olympischen Spiele hatten Barcelona auf die doppelte Größe anschwellen lassen und der Stadt die Backen aufgebläht. Sie gab an wie Lady Blumenkohl, ihre Testamentsvollstrecker und Strohleute taten es ihr gleich. Und uns Bürgern wurden Emotionen abgenötigt, manch einer wusste aber nicht so wirklich, welche genau. Man hatte uns verordnet, Barcelona zu fühlen, wie wenn wir den Namen einer Person lesen oder hören, der uns die Beine unter den Füßen wegzieht. Wir mussten die Stadt lieben ohne Wenn und Aber, sie promoten. Wir fuhren in Urlaub und sagten, wir kämen aus Barcelona. Kein Wort über Katalonien oder Spanien – dieses im Ausland so vertraute Dilemma. Wir waren aus Barcelona, zack, fertig. In diesem Sinne trafen die Illusionsverkäufer voll ins Ziel. Jetzt fanden sie endlich eine gewitzte Antwort auf die Frage, wie bei uns der Hase lief, auch wenn das manchmal nicht reichte: „Where are you from?“, fragte man mich eines Tages in Konstantinopel. „From Barcelona“, schoss ich schnell zurück, von meiner neuen Identität überzeugt. „Ah, from Spain!“, gaben sie mir da zurück, was auch sonst. „Piff, paff, puff“, erwiderte ich. Das Bier wird warm.

Wegen des Geists von 92 schienen die Barcelonesen einen Doppelgänger zu haben, der sie an der Haustür erwartete. Ein nachgebessertes Imitat des fantasiebegabten, sinnlichen Latiners, aufgemotzt und ein bisschen schwunglos, mit schrillen Klamotten und Englischkenntnissen auf die Höhe der Zeit gebracht. Und du tratst auf die Straße und dieser karikatureske Schatten deiner selbst heftete sich dir an die Fersen. Und sah man von den Adaliden des Tourismusmodells made in Barcelona einmal ab, es wusste doch absolut kein Mensch mehr, was das ist, ein Adalid, also, es wollte absolut kein Mensch mehr etwas von den Olympischen Spielen hören. Die Odyssee war vorbei. Diesmal konnte der alteingesessene Barcelonese, der Odysseus wider Willen, die Freier nicht aus dem Palast verjagen. Ganz im Gegenteil, sie ächteten den Helden, verwandelte ihn in eine Akte, die in irgendeinem Kulturinstitutsbüro lag. Sie schlossen ihn zu einem Verband zusammen, meldeten ihn in katalanischen Brauchtumsvereinen an und statteten ihn mit einer Leibrente auf Subventionsbasis aus. Das waren Zeiten, in denen sich die Sozialdemokraten an den Taschen der Gemeinden festkrallten, genauso wie die Freier, die Penelope übel zugerichtet, aber unersättlich umschwärmten. Und Odysseus entwickelte sich zu einem Ehebrecher mit progressiven Ansichten. Man sagte ihm, er bekäme von überallher Kohle nachgeschmissen, und er roch sie nicht einmal. Geld, das der Stadt mit neuen ikonischen Gebäuden und neuen Hotels zum Aufschwung verhelfen sollte, pedestrianisiert und mit Rampen auf den Bürgersteigen. Umgestaltungsprozesse, die das Bühnenbild der Stadt vom Werk einer Amateurklitsche auf die Stufe einer großen Inszenierung auf Weltniveau heben sollten, aber in den Sprech- und Stimmprojektionsübungen der Nebendarsteller nicht ankamen. Ich rauche.

In der Wohnung an der Grenze lebten meine Auserwählte, deren Schwester, meine eigene Schwester und ich. Ich muss das Bier stehenlassen. Es war sowieso kaum kalt, jetzt noch weniger. In unserer Diele lag zwei Finger breit der Staub. Meine Auserwählte studierte zunächst Geschichte an der Universität Barcelona. Daneben beackerte sie noch ein weiteres Feld: Sie nahm mit einem Häftling eine Brieffreundschaft auf, der in La Model einsaß. Ihre Episteln trieften nur so vor einer an García Lorca angelehnten und mit dem Junkie-Stil der Hardrock-Band Extremoduro abgeschwächten Poetik. Sie waren das Gerippe des Knastbrudertraums, frischer Wind von draußen, und was für ein gestelztes Katalanisch wir da schreiben, ei der Daus, mach mal halblang. Ich hatte keine Lust auf eine Brieffreundschaft mit einem Häftling, aber ich wollte auch studieren, nur hatte mir mein Schnitt zu Olims Zeiten wenig Wahlmöglichkeiten gelassen. Ich musste die Immatrikulationstermine des kommenden Jahres abwarten.

Zu Olims Zeiten! Ich schnippe den Stummel in die Dose. Um Zeit totzuschlagen, meldeten meine Schwester und ich uns in der Escola Joso an, einer Privatschule, die sich als Zentrum für Comics und visuelle Künste Barcelona bezeichnete. Unser Erzeuger übernahm aus freien Stücken die Gebühren. „Die ist ziemlich gut, die Schule. Hochangesehen. Da lernen wir ’ne Menge übers Kritzeln und werden später mal Künstler“, gaben wir Kindsköpfe ihm zur Antwort, wenn die Schule ihm die kackdreisten vierteljährlichen Rechnungen schickte. „Und wann kommt ihr in Lohn und Brot, Kinder?“, fragte er dann oft. Und ich meldete mich wieder ab. Nach dem Superheldenseminar, aber nicht deswegen. Begur verlangte von meiner Schwester und mir, dass wir die Kinkerlitzchen mal sein und ins Dorf kommen sollten, um die Familie bei den Vorbereitungen zur Trauer des unmittelbar bevorstehenden Abschieds zu unterstützen. Von da an, bis meine Mutter in die Grube fuhr, rührte ich keinen Finger mehr. In den Monaten der Trübsal ging ich weder arbeiten noch studieren. „Anderthalb Jahre sind nicht, ihr bleiben noch zwei Monate“, wollte ich ihrem behandelnden Arzt sagen. Ich hatte mir ein sofortiges Ableben ausgemalt, und dass sich das alles so ewig hinzog, kränkte mich. Meine Mutter wurde klein, dürr, runzelig. Und ich kam und ging wie ein Gespenst, fuhr mit dem Dicken aus dem SARFA-Bus von Barcelona nach Begur. Ich las nichts. Und als meine Mutter im Dezember des darauffolgenden Jahres starb, zog ich in nur drei Tagen endgültig nach Barcelona, ohne irgendeinen Plan. Ich floh nicht aus dem Dorf, sondern vor der finsteren Frau, die im Haus und in der Straße, über der ganzen Landschaft meiner Kindheit und den ersten halbstarken Reibereien eine Wolke der Trostlosigkeit aufziehen ließ.

Ich rolle mir noch eine Zigarette. Das Feuerzeug gibt den Geist auf. Feuer habe ich keins. Ich stecke mir die Fluppe hinters Ohr, ein Zimmermannsbleistift. Obwohl ich mit meiner Auserwählten in Gràcia lebte, fühlte ich mich einsam. Zur Finanzierung ihres Studiums arbeitete sie als Kellnerin in Bars und Restaurants, und ich schrieb mich zur Unzeit, aber erfolgreich, für Geschichte ein, ganz spontan, die Lehrveranstaltungen auf den Nachmittag gelegt, für den Fall, dass ich für die Morgenstunden eine Arbeit fand. Für die Seminare zog ich mich um und versteckte mich dünn wie ein Draht und furchtsam in der letzten Reihe. Wo die Sitze in einer geraden Linie aufgestellt waren, bei der SARFA, im Kino, im Wartesaal der Dinge, nahm ich Platz so weit hinten wie möglich.

Der Pakistaner fragt mich, ob ich noch ein Bier will. Nein, dafür aber Feuer. Er hat auch Feuerzeuge im Angebot. Ich kaufe eins von denen, die Licht machen. Es ist bläulich. Schon bald verstand ich, dass Gràcia ein Typus Stadtbewohner entsprang, der sanft, gemütlich, unkompliziert und überhaupt nicht aufgesetzt war. Parallel dazu verwandelte sich dieses überaus lebenswerte Viertel in einen Zufluchtsort für uns Progressive, die nicht den Schneid aufbrachten, uns der kompromisslosen städtischen Zivilisation zu entziehen, und das, obwohl wir uns lautstark über sie ereiferten. Progressiv ist ein Wort für alles und nichts. Gràcia wurde teurer und die Alteingesessenen rückten der Reihe nach in andere Stadtteile ab. Uns, den Prosecco-Progressiven, die nicht Manns genug waren, in ein Dorf nach Pallars zu ziehen, gab das Viertel im Bruchteil einer Sekunde ein Alibi, übersteigerte das Trugbild derjenigen unter uns, die von sich behaupteten, das Leben auf dem platten Land zu genießen: die kleinstädtische Nachbarschaft, die wir so sehr verklärten (und immer noch verklären) und in Pompeu Fabras altem, ehemals provinziell geprägten Geburtsort vorfanden oder sie uns ausdachten. Kurz und gut: Wir, die Ästheten in restaurierten Bauernhäusern, mussten alle weltmännischen Kniffe in Griffweite wissen. Die Verdi-Kinos waren unser Mekka. Und, wie ich es in einem anderen Buch geschrieben habe, so, wie wir Nordkatalanen frischen Mut fassen, wenn wir vor dem Berg Canigó stehen, wie heimelig du dich dann fühlst, tasteten wir Barceloneure, die die Umwelt sowohl mit dem Verstand als auch mit den Sinnen zu erfassen vermochten – und größtenteils in Gràcia wohnten – uns bis an den Schalter der Verdi-Kinos vor, unserem Schoße Abrahams. Der Zenit der kulturellen Bereicherung war dann erklommen, wenn wir uns bis zum Abwinken schwerfällige, noch dazu thematisch magere und uneinträgliche iranische Filme reinpfiffen.

Jetzt fängst du einen neuen Reisebericht an, verschrieb ich mir eines Tages, nachdem ich so manche Träne vergossen hatte. Wie Robinson Crusoe kurz vor der Einschiffung, als über ihn gesagt wird, es sei seine Bestimmung, sein Verderben mit eigenen Händen zu beschleunigen, war es nun an mir, eine neue Landschaft zu entwerfen. Einen neuen Menschen. Ich verfasste ein lebensnotwendiges Programm, Kommentare, einen tränenreichen Dekalog, langsam und mit Mühe im romantischen Garten des Ateneu Barcelonès deklamiert, und gleich darauf in einer Schublade voller Notizhefte vergessen. Papperlapapp: verloren, basta. Ich war kein Mitglied im Ateneu, sondern kam für lau rein. Ich suchte es auf, weil mich mein Vater als Kind dorthin mitgenommen hatte, um mich mit der Schildkröte und den wichtigen Herrschaften vertraut zu machen. Er hatte mir immer gesagt, das sei ein Ort, an dem man sich auf sich selbst besinnen könne, es sei denn, man suchte (literarischen) Streit, und billiger, als im Kloster Montserrat eine Mönchszelle anzumieten. Außerdem ging ich dorthin, um mich wie ein Erwachsener zu fühlen. Heute kann man allerdings nicht mehr hineinschreiten wie ein Olympionike, denn ein Apparat erfasst die Fingerabdrücke der Mitglieder. Und an der Pforte vertreibt ein dreidimensionaler, stämmiger Security-Mann so lästige Fliegen wie mich.

Ich habe mich müdegesessen. Sowas kommt vor. Ich zerdrücke die Dose, schmeiße sie in den Papierkorb und fache die Glut der Zigarette mit dem Laserfeuerzeug an. Dem zurückgelassenen Pakistaner, der, von welken Rosensträußen umgeben, auf der Bank nebenan vor sich hinschlummert, will ich unbedingt noch ein Bier abkaufen. Bevor ich ihn aufwecke, mache ich ein Foto von ihm. Bist du der Held der sozialen Netzwerke? Der Blitz beunruhigt ihn. Bei dir fällt einem ja nichts mehr ein. Er hat etwas von einem Toten, dem man das letzte Geleit gibt, kurz bevor er, in Brand gesteckt und ins Wasser gelassen, den Indus hinabgeschickt wird. Pakistaner machen sowas nicht. Ein Euro. Es ist lauwarm, aber ist beim Gehen besser so.

Ich überquere die Parallel, lehne mich an die Statue, die „La Violetera“ heißt, rauche und setze zwei Tweets ab, die mir heute wie ein Geniestreich vorkommen und morgen wie gequirlte Scheiße. Danach biege ich gemächlichen Schrittes auf die Nou de la Rambla ein. Ramón Enric Bassegoda wurde 1856 in la Bisbal geboren. Von ihm ist ein Vers überliefert, der ziemlich treffend beschreibt, wie ich mich kurz nach meiner Ankunft fühlte: „Deine Sprache ist verbannt, deine Scholle im Zerfall und dein Gesetz verkannt.“ Nachdem der Rotz- und Tränenwasserfall versiegt und meine Mutter in Anwesenheit des ganzen Dorfes beerdigt worden war, lichtete sich in meinem Kopf der Nebel.

MERKE: Wenn der Anlass stimmt, finden kleine Dörfer auf einem einzigen Friedhof zusammen. So haben alle ein wenig das Gefühl, mit dem Toten verwandt zu sein. Dann ist er plötzlich Mittelpunkt des Gesprächs: wie beim Jahresfest, bei einer Schandtat, bei handfesten Auseinandersetzungen, einer Verlobung oder den Seitensprunggeschichten, über die man sich beim Einkauf fürs Abendessen unterhält.

Els fanals de la plaça del Sortidor regalimen una llum mòrbida i jo fumo. Hi ha homes que dormen als bancs. I els operaris de la neteja han mullat els paviments amb aigües freàtiques, però no deu ser pas per això que el Poble-sec put. Llegeixo un lema al flanc del camió de reg: «Dissabte fem la ciutat a fons».

Vinc d’arreglar el món amb un amic. Ben trobats, des prés de la Mercè, passada la plaga de llagostes que celebren la festa major de la capital. Hem tancat la bodega que ens agrada i ens hem acomiadat en un carrer buit. Passejaré cap a casa, una mica a l’altra punta. La Barcelona primordial es pot travessar en una hora. «Amb un cop de roc», sol dir el meu amic, que sempre va a peu.

Fa una nit blana. Per allargar, a la plaça de la Bella Dorita compro una cervesa a un pakistanès ressaguer, una d’aquelles llaunes que no vénen de gust, l’automatisme de la turca. Tothom en diu la plaça del Molino. Torts, els aspersors de l’enjardinat aiguabaten sense criteri. M’esquitxo els peus. Bateig de brutícia. M’assec en un banc. Li netejo el cap amb un rebrec de samarreta, obro la llauna, i tot seguit penso quan vaig arribar a la ciutat.

Presentava divuit anys llargs, l’acné amagat per la grenya i un bitllet de SARFA al conductor. Ell es mossegava la llengua i el picava amb l’ungla podrida del polze. Era gras. Dins la camisa de la companyia, de màniga curta i blanca de ratlles granades, la carn li baixava en plecs inflats des del sotabarba fins amuntegar-se a la bragueta. Semblava una merenga humana. Vaig pensar que ser conductor de línea engreixa per força i em vaig imaginar que l’autocar li cabia entre la papada i el sobrecuix. Era un bombardini que tenia calor tot l’any. I em va renyar:

—Aquí dalt només hi vius tu. He hagut de pujar expressament a buscar-te. Tant et costa, baixar fent ganxo a Palafrugell? Els de Begur sempre toqueu la moral.

Va dir més coses. Jo m’encofurnava darrere de tot. L’autocar exhalava el tuf del primer viatge, d’acabat de netejar, un excés de lleixiu que es barrejava amb la fortor de gasoil i dels Ducados que s’havia fumat el gras mentre venia a buscar-me. Cabró de gàlib extrem que sempre m’amonestava, per ell viure a Begur era cosa de criminals. M’esperaven, fins a Barcelona, dues hores i mitja de finestrejar amb el walkman a la falda. A fora el fred ho matava tot. Fumo.

L’any 1992 feia els darrers badalls. La mare es marfonia a Begur, l’obstinació d’un càncer de cervell. Deia que un gos blau clor la sotjava des de fora la lluerna de la cambra, des del costat desconegut. Era un barquer inhòspit i molt professional que l’esperava, fabulós, per endur-se-la a l’altra riba del mar dels dissortats. Les visions de la mare quan s’esllanguia, de vegades eren d’una electricitat irresistible. Li queden dos mesos, havia dit el metge de l’hospital de Bellvitge on l’havien trepanada. I gallof de la vida, mentre durava l’agonia em vaig instal·lar a Barcelona, amb la pròpia de sempre de llavors des de l’institut, en un pis arrelat a la frontera entre Sants, l’Hos pitalet i les Corts. Indret policrom perquè, declarades o no, les fronteres són espais d’aiguabarreig. Aquella esdevenia, sobretot els dies de partit, un poti-poti de quillos camells i de putes fiduciàries de bona part dels socis del Barça. I, com en totes les fronteres, el que acabava i el que començava, a una banda i l’altra, tot plegat només era una mania administrativa. Els cambrers del costat de l’Hospitalet eren idèntics als cambrers del costat de Barcelona. L’oli amb què fregien els calamars a la romana tenia el mateix buquet de recremat i els seus judi cis sobre la política local fluixejaven en direccions semblants. Cargolo un altre cigarret, abans d’apagar el que tinc encès.

La pròpia em va dir: «Me’n vaig a Barna a estudiar». Jo no tenia gaires ganes de seguir-la, hi vaig anar a petar per inèrcia, o per no perdre el llit acollidor. Tenia menys voluntat que una pedra. Abans de la malaltia de la mare, la perseverança no em costava gaire. Fabricava idees, futuribles, m’hi posava, insistia. Per ardu que fos, aprenia a tocar un instrument, escrivia un conte, interpel·lava els grans als bars i assolia, camp a través, un puig no conquerit, vist des d’una carreterola a ritme de ciclomotor. Però el càncer de la mare m’estava liquidant l’agència. La mort ineluctable, tractar-la, la seva olor, les urpes, esperar-la i no poder fer-hi res, per a un nano que fins llavors s’havia acostumat a guanyar. No me l’he treta mai més de sobre, per més que me n’allunyi vivint.

Apago el cigarret vell i encenc el nou. Barcelona encara no s’havia llevat de la llarga, llarguíssima migdiada postolímpica. La capital s’enganxava als llençols del somni proppassat, mandrosa i panxaplena o, més ben pensat, entotsolada, i un punt crispada. Entotsolada i crispada com una jove caixera de supermercat que el diumenge s’ha gastat mitja setmanada en un centre comercial amb el propi, s’ha resumit en una princesa planturosa, i després a primera hora del dilluns tem, odia i s’estampa contra la seva vida real. Un taverner que tenia la doble nacionalitat —ell no sabia que la frontera li esmitjava l’establiment— ho resumia molt millor, sense metàfores ning-nong:

—Durant els Jocs, la gent venia i demanava un vermut i sifó, solsament un, i allavòrens s’espultufava davant la televisió del bar amb la boca oberta i el got buit a la mà, i es tragava el menssatge de que tot allò passés a la ciutat. Però s’ha acabat, i almenos ara tornen a demanar com abans, amb garra, i tornen a parlar de lo de sempre, de política i de futbol, tots a puesto!

La gent, un manat de nervis. I Barcelona es negava a ser la de sempre. Defugia tornar a la concreció d’un amuntegament humà bigarrat i popular. Des dels barris alts actuava de ciutat ensuperbida, amb elefantiasi del jo, però en realitat presentava un centre pudibund, i catacumbes i barriades. Una amalgama social abracadabrant. Un popurri que, fet i fet, en confegia l’essència. I la gent en general era tantsemendonista, amb aquella indiferència mediterrània cap a les coses massa envernissades. Però també estava aclaparada. Estava baldada, passats els fastos, com quan s’estrena el primer dia feiner després d’una festa major, aquell moment en què el confeti bruteja damunt del quitrà.

Vaig arribar a una ciutat extenuada. Els estaments oficials s’havien proposat reanimar-la amb una mena de determinisme provincià. Teníem una baluerna dirigida per venedors professionals d’il·lusió que, fatalistes, ens deien que Barcelona estava destinada sempre més a ser el centre del món. I no m’ho vaig creure, perquè vaig topar amb una ciutadania desorientada, atrapada entre un present una mica entelat i un futur tan o més incert que la meteorologia empordanesa. La gent normal esperava, per dir-ho d’alguna manera, instruccions. Amb els Jocs s’havia acostumat a rebre consignes. I als caps dels veïns hi repicava un «i ara, què fem?». De més amunt, però, retrunyia l’eco dels acudits de sobretaula, del que paeix un tiberi. Per un costat, doncs, els olímpics, pocs, els que encara no havien sentit el despertador. Per l’altre, els de sempre, la multitud primitiva.

Hi havia satisfets a la baixa i desafectes en augment. I entremig, un exèrcit de voluntaris olímpics encara escampava la boira per la ciutat. Eren com un escamot erràtic que no sap que la guerra s’ha acabat. Un grup intencionat, però sense res a fer, ningú per ajudar, cap missió salvífica per acomplir. Poca broma: eren el remanent d’unes trenta-cinc mil persones. I l’Ajuntament va voler fer-ne un transvasament, allargar el somni. Els va oferir a totes aquelles entitats que necessitessin un cop de mà. Però la demanda va ser escassa, perquè els voluntaris en general mostraven un excés de zel.

Quan es cobra per la feina, i més si es cobra just però correcte, l’ímpetu del treballador és moderat, assumible per la banda de l’amo. A la inversa, quan es desenvolupa una tasca per voluntat, de vegades es peca d’extralimitació. Ets un burgès. Els uns es reciclaven en agents cívics, amb armilles fosforescents: «Necessita algo?». «Vol que l’ajudem a creuar el carrer, o que li portem el carritu de la compra?» «Oju: el plàstic va al contenidor groc». «Alto!, que picarà amb el cotxe del darrere, giri, giri el volant!» Els altres feien d’escuts humans a les saragates de gruix, les maratons i els concerts multitudinaris. I malgrat tot aquest doll de voluntarisme, ja es veia que l’esperit del 92 anava de mal borràs. No era el mateix haver d’aturar els cotxes davant d’un col·legi a l’hora de l’estampida, que explicar als néts allò de l’arquer i el peveter. Estampida no, desbandada. Un voluntari sense la tasca que colgui la fondària de la seva motivació, em recorda el nen a qui els Reis han dut uns patins de rodes, tan i tan somiats, i a fora és tot nevat. Un burgès no, un impertinent. Sens dubte.

Els Jocs Olímpics havien duplicat Barcelona. L’havien inflada de galtes. La ciutat treia pit, els seus marmessors i al guns testaferros a conjunt. I els ciutadans estàvem obligats a sentir coses, però alguns no sabíem ben bé quines. Se’ns havia prescrit que sentíssim Barcelona, com quan llegim o escoltem el nom d’una persona que ens fa anar de corcoll. L’havíem d’estimar sense reserves. Havíem de promoure-la. Anàvem de vacances i dèiem que veníem de Barcelona. Res de Catalunya o Espanya —aquell dilema, a l’estranger, tan habitual. Érem de Barcelona i avall. En aquest sentit, els venedors d’il·lusions la van encertar. Van solucionar amb sagacitat el problema d’explicar quin peu calçàvem, per bé que de vegades no n’hi hagué prou: «Where are you from?», em deien un dia, a Constantinoble. «From Barcelona», apuntava jo, convençut de la meva nova identitat. «Ah, from Spain!», em deien, és clar. «Pimpam», constatava jo. La cervesa s’escalfa.

Per culpa de l’esperit del 92, era com si els barcelons tinguessin un doppelgänger esperant-lo a la porta de casa. Una rèplica millorada del llatí imaginatiu i sensual, i una mica dropo, modernitzada a base de roba estranya i del domini de l’anglès. I sorties al carrer i aquesta ombra caricatura de tu mateix se t’enganxava als talons. Però cap ciutadà, llevat dels adalils del Model Barcelona, cap ni un no sabia què vol dir adalils, i cap ni un no volia sentir a parlar més dels Jocs Olímpics. L’odissea s’havia acabat. Aquesta vegada, el barceloní de tota la vida, l’Odisseu involuntari no podia fer fora els pretendents del seu palau. Al contrari, els pretendents relegaven l’heroi, el convertien en un paper amuntegat en un despatx de l’Institut de Cultura. El federaven, l’associaven en colles de cultura popular i el dotaven d’un vitalici a base de subvencions. Eren temps en què els socialistes s’arrapaven a les butaques consistorials, talment els meritoris rondant Penèlope, servits però insaciables. I Odisseu es tornava un adulterat progressiu. Li deien que rebia quartos des de tot arreu i ni els olorava. Diners que servien per operar la ciutat amb nous edificis icònics i nous hotels, peatonalitzacions i rampes a les voreres. Inversions destina des a canviar el decorat per passar de l’obra d’una companyia amateur a la gran representació cosmopolita, però que no arribaven per a les classes de dicció i projecció de veu dels actors de repartiment. Fumo.

Al pis de frontera hi vivíem la pròpia, la seva germana, i la meva i jo. Deixaré la cervesa. Ha perdut la poca fredor que tenia. A l’entrada hi teníem dos pams de pols. La meva pròpia cursava primer d’Història a la Universitat de Barcelona. També cultivava una altra matèria: s’escrivia amb un pres de la Model. Les missives destil·laven una poètica garcialorquiana, rebaixada per l’estil ionqui d’Extremoduro. Eren l’esquelet del somni de l’engarjolat, alenades d’enfora, i quin català que gastem, manoi, para. A mi no em venia de gust escriure’m amb presos, però també volia una carrera, ans la nota de tall m’havia deixat amb poques opcions. Havia d’esperar les ma triculacions de l’any vinent.

Ans! Llenço la tatxa dins la llauna. Per matar el temps, la meva germana i jo ens vam apuntar a l’Escola Joso, una acadèmia que duia per lema Centre de còmic i arts visuals de Barcelona. Pagava el nostre amatent progenitor. «És molt bona, l’escola. Té prestigi. N’aprendrem un munt, de gargotejar, i serem artistes», li dèiem, ganàpies, quan la Joso li passava les nefandes factures trimestrals. «I quan us guanyareu les garrofes, fills?», demanava ell, sovint. I em vaig desapuntar. Després de la classe d’aprendre a dibuixar superherois, però no pas per això. Des de Begur ens demanàvem a la meva germana i a mi que ens deixéssim d’orgues i anéssim més sovint al poble, per ajudar la família a preparar els plors del comiat imminent. Des d’aleshores, fins que la mare traspassà bassa endins, no vaig fer res de res. Durant els mesos de la negror ni vaig treballar gaire ni vaig estudiar gens. «Un any i mig no són li queden dos mesos», li volia dir jo al metge que la tractava. M’havia fet la idea d’un adéu immediat i l’allargament em mortificava. La mare es feia petita, prima, s’arrugava. I jo anava i venia, de Barcelona a Begur amb el gras de la SARFA, com un espectre. No llegia. I quan la mare es va morir, al mes de desembre de l’any següent, me’n vaig tornar a viure del tot a Barcelona, al cap de només tres dies, sense plans. No fugia del poble, sinó de la dama obscura que projectava una núvol de desolació a la casa i al carrer, a tota la comarca de la infància i dels primers escarritxs d’adolescència.

Cargolo un altre cigarret. L’encenedor es mor. No tinc foc. Falco el piti a l’orella, llapis de fuster. Em vaig instal·lar a soles, però un altre cop amb la pròpia de tota la vida, al barri de Gràcia. Per pagar-se els estudis, ella treballava de cambrera en bars i restaurants i jo, d’esma, em vaig matricular a des temps, però amb èxit, a la carrera d’Història. Torn de tarda, per si trobava feina de matí. Em mudava per anar a classe i m’amagava a l’última renglera de cadires, filferro i esporuguit. Als llocs amb seients alineats m’asseia al final, a la SARFA, al cinema, a les sales d’espera de les coses.

El pakistanès em pregunta si vull més cervesa. No, però vull foc. També ven encenedors. En compro un d’aquells que fa llum. És blavissa. Aviat vaig entendre que Gràcia era el bressol d’un tipus barceloní dolç i calmós, planer, gens sofisticat. I en paral·lel aquest barri tan bonic es convertia en el refugi dels progressistes que no gosàvem fugir de la civilització urbana radical, malgrat la blasméssim. Progressista ja no vol dir gran cosa. Gràcia s’encaria i els indígenes començaven a desfilar cap a d’altres parts de la ciutat. En un parpelleig esdevenia la coartada dels pijoprogres que no teníem la gallardia d’anar a viure a un poble del Pallars. Inflava el miratge dels que dèiem estimar la vida ruraloide, la proximitat social vilatana que tan mitificada teníem —i tenim—, i que trobàvem o fabricàvem a l’antiga vila natal de Pompeu Fabra. En summa, aquests estetes de masia restaurada necessitàvem totes les martingales urbanites a prop. Els cinemes Verdi eren la nostra Meca. I així com en un llibre vaig escriure que els catalans del nord ens animem encarats al Canigó, com t’agrades, el barcelonam intel·lectualitzat i sensibilitzat amb la natura —que en bona part vivia a Gràcia—, ens palpàvem en direcció a la taquilla dels cinemes Verdi, el nostre si d’Abraham. El zenit de la realització era cruspir-nos cinema iranià, cançoner i de temàtica afamegada, escassíssima.

Comences un nou periple —em vaig receptar un dia, després de vessar molta llàgrima. Com en Robinson Crusoe al punt d’embarcar-se al seu primer naufragi, quan es diu que ell ha nascut per ser el seu propi destructor, a mi em tocava inventar-me un paisatge nou. Un home nou. Vaig escriure un programa vital, notes. Un decàleg llagrimós confegit al jardí romàntic de l’Ateneu Barcelonès, i tot seguit oblidat en un calaix ple de llibretes. Mentida: perdut i prou. De l’Ateneu no n’era soci, hi entrava per la cara. Hi anava, perquè el pare m’hi havia dut de petit a veure la tortuga i els senyors importants, i sempre m’havia dit que era un lloc per concentrar-se en un mateix, llevat que se cerqués tertúlia, i més barat que llogar una cel·la a Montserrat. Hi anava, també, a sentir-m’hi gros. Però ara ja no s’hi pot entrar olímpicament, perquè una màquina detecta les empremtes dactilars dels associats. I un segurata, tridimensional i fornit, a la porta escampa les mosques com jo.

M’he cansat de seure. Això passa. Abonyego la llauna i la llenço a la paperera. Animo el cigarret amb la llanterna encenedor. En compraré una altra, ara sí que en vull, al pakistanès ressagot que ja dormita al banc del costat, envoltat de rams de roses pansides. Li faig una foto abans de despertar-lo. Ets l’heroi de les xarxes? El flaix l’inquieta. Ets un pocavergonya. Sembla un mort en trànsit d’homenatge, abans de ser enviat, encès i flotant, amb el catre i les flors, Indus avall. Els pakistanesos, això no ho fan. Un euro. És calenta, però caminant passa més bé.

Travesso el Paral·lel. Recolzat a l’escultura de La Violetera, fumo i penjo dues piulades que ara em semblen enginyoses i demà descobriré que són porqueria. Després enfilo Nou de la Rambla, a pas lent. Ramón Enric Bassegoda va néixer a la Bisbal l’any 1856. Té un vers que resumeix molt bé com em sentia, acabat d’arribar: «Tens la llengua en entredit, el terrer se t’esquartera i els teus còdics s’han proscrit». Finida la cascada de mocs i sanglots, enterrada la mare davant de tot el poble, el cap se’m va desemboirar.

Nota mental: Els pobles petits caben sencers al seu cementiri quan hi ha tema. Així el mort passa a ser una mica el mort de tots. És un afer comunitari, com la festa major, una violació, les baralles, un festeig, les infidelitats explicades a les botigues abans d’anar a fer el dinar.

Las farolas de la plaza del Sortidor rezuman una luz mórbida. Yo fumo. Hay hombres dormitando en los bancos. Los operarios de la limpieza bañaron los pavimentos con aguas freáticas, de ahí el hedor que flota por el barrio del Poble-Sec. Leo, en voz alta, un lema en el flanco del camión de riego:

El sábado frotamos la ciudad a fondo

No serán judíos. Vengo de arreglar el mundo con un amigo. Bienhallados, después de La Mercè, pasada la plaga de gambas que celebran la fiesta mayor de la capital. Cerramos la bodegaque nos gusta y hace un rato nos despedimos en una calle vacía. Me iré a mi casa paseando, más o menos en la otra punta de la ciudad. La Barcelona primordial puede patearse en una hora. «A un tiro de piedra», suele decir mi amigo, que siempre va andando, como yo. En su caso, la piedra suele ser de hachís.

La noche es apacible. Para alargarla, en la plaza de la Bella Dorita le compro una cerveza a un paquistaní rezagado, una de esas latas que no apetecen, es el automatismo de la cogorza. Todo el mundo la conoce como la plaza del Molino. Torcidos, los aspersores del vergel rocían sin criterio. Me salpico los pies. Bautizo de mugre. Me siento en un banco. Limpio la tapa con un guiñapo de la camiseta, abro la lata, pienso en cuándo llegué a la ciudad.

Presentaba dieciocho años cumplidos, el acné oculto tras la greña y un billete de sarfa al conductor. Él se mordía la lengua y lo picaba con la uña podrida del pulgar. Estaba rollizo. Dentro de la camisa de la compañía de autocares, de manga corta y blanca a rayas granates, la carne le bajaba en pliegues hinchados desde la papada hasta amontonarse en la bragueta. Parecía un merengue humano. Amenudo pensé que ser conductor de línea engorda por narices y amenudo me imaginé que el autocar le cabía entre la sotabarba y el sobremuslo. Era un bombardini que tenía calor todo el año. Y me regañó:

 —Aquí arriba solo vives tú. Tengo que subir a buscarte adrede. ¿Tanto te cuesta, hacer dedo hasta Palafrugell? Los de Begur siempre tocáis la moral. Además, ¿que se te ha perdido en Barcelona? Todo aquello está lleno de maricones.

 Dijo más cosas. Yo me encogí en los asientos del fondo. El autocar exhalaba el tufo del primer viaje, de recién limpiado, un exceso de lejía que se mezclaba con el hedor de gasoil y de los Ducados que se había fumado el rollizo mientras venía a buscarme. Cabrón de gálibo extremo que siempre me amonestaba. Según él, vivir en Begur y pretender usar el servicio de autocares comarcales era cosa de aristócratas —o de criminales. Me esperaban, hasta Barcelona, dos horas y media de ventanear con el walkman en el regazo. Fuera, el frío lo mataba todo. Fumo.

El año 1992 se deshacía, daba sus últimos bostezos. Mi madre menguaba en Begur, la obstinación de un cáncer de cerebro. Decía que un perro de color azul cloro la acechaba desde la ventana de su habitación, desde el lado desconocido. Era un barquero inhóspito y muy profesional que la esperaba, fabuloso, para llevársela a la otra orilla del mar de los desdichados. A veces, las visiones de mi madre gozaban de una electricidad irresistible. «Le quedan dos meses», había dicho el médico del hospital de Bellvitge, donde la habían trepanado. Y haragán de la vida, mientras duraba la agonía de mi madre me instalé en Barcelona, con la novia de siempre de entonces desde el instituto, en un piso arraizado en la frontera entre Sants, L’Hospitalet y Les Corts. Paraje policromo porque, declaradas o no, las fronteras son espacios de horcajo. Aquella se convertía, sobre todo los días de partido del Barça, en un batiburrillo de quilloscamellos y putas fiduciarias de gran parte de los socios del equipo catalán. Y, como en todas las fronteras, lo que terminaba y lo que empezaba, a un lado y a otro, sólo era una manía administrativa. Los camareros del lado de L’Hospitalet eran idénticos a los camareros del lado de Barcelona. El aceite con el que freían los chocos y los pimientos tenía el mismo bouquet de requemado y sus juicios sobre la política local flojeaban en direcciones parecidas. Lío otro cigarrillo, antes de apagar el que tengo encendido.

La propia me dijo: «Me voy a Barna a estudiar». A mí no me apetecía demasiado seguirla, fui a parar allí por inercia, o por no perder el lecho acogedor, el sexo postadolescente. Tenía menos voluntad que una piedra. Antes de la enfermedad de mi madre, la perseverancia no me costaba demasiado. Fabricaba ideas, futuribles, me ponía a ello, insistía. Por arduo que fuese, aprendía a tocar un instrumento, escribía un cuento, interpelaba a los mayores en los bares y lograba, campo a través, un monte no conquistado, visto desde una carreterucha a ritmo de ciclomotor. Pero el cáncer de mi madre me estaba liquidando la agencia. La muerte ineluctable, tratarla, su olor, las garras, esperarla y no poder hacer nada, para un chaval que hasta entonces se había acostumbrado a ganar. Jamás me la he sacado de encima, por más que me aleje de ella, viviendo.

 Apago el cigarrillo viejo y enciendo el nuevo. Barcelona aun no se había levantado de la larga, larguísima siesta postolímpica. La capital se pegaba a las sábanas del sueño reciente, perezosa y con la tripa llena o, mejor pensado, ensimismada —y un poco crispada. Ensimismada y crispada como una joven cajera de supermercado que el domingo se ha gastado media semanada en un centro comercial con el maromo, se ha trabsformado en una princesa deslumbrante, y después a primera hora del lunes teme, odia y se estampa contra su vida real. Un tabernero que tenía doble nacionalidad —él no sabía que la frontera le seccionaba el establecimiento— lo resumía mucho mejor, sin metáforas campanilla:

—Durante los Juegos Olímpicos la gente venía y pedía vermú y sifón, uno y namás, y entonces se espachurraba delante de la tele del bar con la boca abierta y el vaso vacío en la mano, y se tragaba el mensaje de que todo aquello pasaba en la ciudad. Pero se terminó, y al menos ahora vuelven a pedir como antes, con garra, y vuelven a hablar de lo de siempre, de política y de futbol, ¡todo en su sitio!

La gente, un manojo de nervios. Y Barcelona se negaba a ser la de siempre. Rehuía regresar a la concreción de un agolpamiento humano abigarrado y popular. Desde los barrios altos actuaba de ciudad empingorotada, con elefantiasis del yo, pero en realidad presentaba un centro pudibundo, y catacumbas y barriadas. Una amalgama social abracadabrante. Un popurrí que, en el fondo, componía su esencia. Y la gente en general era tantomedanista, con aquella indiferencia mediterránea hacia lo demasiado barnizado. Pero también estaba apabullada. Estaba agotada, pasados los fastos, como cuando se estrena el primer día laborable después de una fiesta mayor, aquel momento en el que el confeti ensucia el alquitrán.

Llegué a una ciudad extenuada. Los estamentos oficiales se habían propuesto reanimarla con una especie de determinismo provinciano. Teníamos un mamotreto dirigido por vendedores profesionales de ilusión que, fatalistas, nos decían que Barcelona estaba destinada a ser el centro del mundo para siempre. Yo no me lo creí, porque me topé con una ciudadanía desorientada, atrapada entre un presente un poco empañado y un futuro tanto o más incierto que la meteorología ampurdanesa. La gente normal esperaba, por decirlo de algún modo, instrucciones. Con los Juegos se había acostumbrado a recibir consignas. En las cabezas de los vecinos repicaba un «y ahora, ¿qué hacemos?» Desde arriba, sin embargo, retumbaba el eco de los chistes de sobremesa, de quien digiere una comilona. Por una parte, pues, los olímpicos, pocos, los que aun no habían oído el despertador. Por otra, los de siempre, la multitud primitiva.

 Había satisfechos a la baja y desafectos en aumento. En medio, un ejército de voluntarios olímpicos todavía correteaba por la ciudad. Eran como un pelotón errático que ignora el fin de la guerra. Un grupo intencionado, pero sin nada que hacer, nadie a quien ayudar, ninguna misión salvífica para cumplir. Sin acritud: eran el remanente de unas treinta y cinco mil personas. Y el Ayuntamiento quiso hacer un trasvase con ellos, prolongar el sueño. Los ofreció a todas aquellas entidades que necesitaban una mano. Pero la demanda fue escasa, porque en general los voluntarios mostraban un exceso de empeño.

Cuando se cobra por trabajar, y más si se cobra lo justo pero correcto, el ímpetu del trabajador es moderado, asumible por parte del dueño. A la inversa, cuando se desarrolla una tarea por voluntad, a veces se peca de extralimitación. Eres un burgués. Los unos se reciclaban en agentes cívicos, con chalecos fluorescentes: «¿Necesita algo?», «¿Quiere que le ayudemos a cruzar la calle o que le llevemos el carrito de la compra?», «Ojo: el plástico va al contenedor amarillo», «¡Alto!, que va a chocar con el coche de atrás, gire, ¡gire el volante!» Los otros hacían de escudos humanos en las zaragatas de órdago, las maratones y los conciertos multitudinarios. Y a pesar de todo ese chorro de voluntarismo, ya se veía que el espíritu del 92 andaba de capa caída. No era lo mismo tener que parar a los coches delante de un colegio a la hora de la estampida, que explicar a los nietos lo del arquero y el pebetero olímpico. Estampida no, desbandada. Un voluntario sin la tarea que sotierre la hondura de su motivación, me recuerda al niño a quien los Reyes le han traído unos patines de ruedas, tan y tan soñados, y resulta que fuera está todo nevado. Un burgués no, eres un impertinente. Sin duda.

Los Juegos Olímpicos habían duplicado Barcelona. La habían hinchado de jetas. La ciudad sacaba pecho, sus albaceas y algunos testaferros a juego. Y los ciudadanos estábamos obligados a sentir cosas, pero algunos no sabíamos muy bien cuáles. Se nos había prescrito que sintiésemos Barcelona, como cuando leemos u oímos el nombre de una persona que nos trae de cabeza. Teníamos que amarla sin reservas. Teníamos que promoverla. Nos íbamos de vacaciones y decíamos que veníamos de Barcelona. Nada de Catalunya o España —ese dilema, en el extranjero, tan habitual—. Éramos de Barcelona y punto. En este sentido, los vendedores de ilusiones acertaron. Solucionaron con sagacidad el problema de explicar qué número de pie calzábamos, aunque a veces no fue suficiente: «Where are you from?», me decían un día, en Constantinopla. «From Barcelona», apuntaba yo, convencido de mi nueva identidad. «Ah, ¡from Spain!», me decían, claro. «Chimpón», constataba yo. La cerveza se calienta.

 Por culpa del espíritu del 92, era como si los barceloneses tuvieran un doppelgänger esperándoles en la puerta de su casa. Una réplica mejorada del latino imaginativo y sensual, y un poco holgazán, modernizada a base de ropa insólita y del dominio del inglés. Y salías a la calle y esta sombra, caricatura de ti mismo, se te pegaba a los talones. Pero ningún ciudadano, excepto los adalides del Modelo Barcelona, nadie sabía qué quiere decir adalides, nadie quería oír hablar más de los Juegos Olímpicos. La odisea había terminado. Esta vez, el barcelonés de toda la vida, el Odiseo involuntario no podía ahuyentar a los pretendientes de su palacio. Al contrario, los pretendientes relegaban al héroe, lo convertían en un papel amontonado en un despacho del Instituto de Cultura. Lo federaban, lo asociaban a los grupos de cultura popular y lo dotaban de un vitalicio a base de subvenciones. Eran tiempos en que los socialistas se agarraban a las butacas consistoriales, talmente los pretendientes rondando a Penélope, servidos pero insaciables. Y Odiseo se volvía un adulterado progresivo. Le decían que recibía parné desde todas partes y ni lo olía. Parné que servía para operar la ciudad con nuevos edificios icónicos y nuevos hoteles, peatonalizaciones y rampas en las aceras. Inversiones destinadas a cambiar el decorado para pasar de la obra de una compañía amateur a la gran representación cosmopolita, pero que no llegaban para las clases de dicción y proyección de voz de los actores de reparto. Fumo.

 En el piso de la frontera vivíamos la propia, su hermana, y la mía y yo. Dejaré la cerveza. Ha perdido el poco frío que tenía. En el descansillo había dos dedos de polvo. Mi propia cursaba primero de Historia en la Universidad de Barcelona. También cultivaba otra materia: se escribía con un recluso de la Modelo. Las misivas destilaban una poética garcialorquiana, rebajada por el estilo yonqui de Extremoduro. Eran el esqueleto del sueño del enchironado, bocanadas que le llegaban desde afuera, y qué prosa que gastas, ¡respira!, para. A mí no me apetecía escribirme con reclusos, pero también quería una carrera. La nota de corte me había dejado con pocas opciones, pardiez. Tenía que esperar a las matriculaciones del año siguiente.

¡Pardiez! Tiro la tacha dentro de la lata. Para matar el tiempo, mi hermana y yo nos apuntamos a la Escuela Joso, una academia que llevaba por lema Centro de cómic y artes visuales de Barcelona. Pagaba nuestro presto progenitor. «Es muy buena, la escuela. Tiene prestigio. Aprenderemos un montón, a garabatear, seremos artistas», le decíamos, bitongos, cuando la Joso le pasaba las nefandas facturas trimestrales. «¿Y cuándo os ganaréis el pan, hijos?», preguntaba él, a menudo. Y me desapunté. Después de la clase de aprender a dibujar superhéroes, pero no por eso. Desde Begur nos pedían a mi hermana y a mí que nos dejásemos de monsergas y fuésemos al pueblo a pasar más tiempo, para ayudar a la familia a preparar los llantos de la despedida inminente. Desde entonces, hasta que mi madre traspasó barrizal adentro, no hice nada de nada. Durante los meses de la negrura ni trabajé demasiado, ni estudié ni pizca. «Un año y medio no son le quedan dos meses», quería decirle yo al médico que la trataba. Me había hecho a la idea de un adiós inmediato y esa prolongación me mortificaba. Mi madre empequeñecía, aelgazaba, se arrugaba. Y yo iba y venía de Barcelona a Begur con el rollizo de la SARFA, como un espectro. No leía. Cuando mi madre murió, en el mes de diciembre del año siguiente, regresé a vivir por completo a Barcelona, al cabo de solo tres días, sin planes. No huía del pueblo, sino de la dama oscura que proyectaba una nube de desolación en mi casa y en la calle, en toda la comarca de mi infancia y de los primeros salpicones de mi adolescencia.

Lío otro cigarrillo. El mechero se muere. No tengo fuego. Acuño el piti en la oreja, lápiz de carpintero. Me instalé a solas, pero otra vez con la propia de toda la vida, en el barrio de Gràcia. Para pagarse sus estudios, ella trabajaba de camarera en bares y restaurantes y yo, maquinalmente, me matriculé a destiempo, pero con éxito, en la carrera de Historia. Turno de tarde, por si encontraba trabajo por las mañanas. Me acicalaba para ir a clase y me escondía en la última ristra de sillas, alambroso y amedrentado. En los lugares con asientos alineados me sentaba al final, en la SARFA, en el cine, en las salas de espera de las cosas.

El paquistaní me pregunta si quiero más cerveza. No, pero quiero fuego. También vende mecheros. Compro uno de esos con luz. Es azulina. Pronto entendí que Gràcia era la cuna de un tipo barcelonés dulce y calmoso, campechano, nada sofisticado. Y en paralelo ese barrio tan bonito se convertía en el refugio de los progresistas que no osábamos huir de la civilización urbana radical, a pesar de que la denostásemos. Progresista ya no quiere decir gran cosa. Gràcia se encarecía y los indígenas empezaban a desfilar hacia otras partes de la ciudad. En un parpadeo se convertía en la coartada de los pijoprogresque no teníamos la gallardía de irnos a vivir a un pueblo del Pallars. Hinchaba el espejismo de los que decíamos amar la vida ruraloide, la proximidad social aldeana que tan mitificada teníamos —y tenemos—, y que encontrábamos o fabricábamos en la antigua villa natal de Pompeu Fabra. En suma, esos estetas de masía restaurada necesitábamos cerca todas las martingalas urbanitas. Los cines Verdi eran nuestra Meca. Y así como en un libro escribí que los catalanes del norte nos excitamnos apuntando al Canigó, cómo te gustas, el barcelonismo intelectualizado y sensibilizado con la naturaleza —que en gran parte vivía en Gràcia—, nos palpábamos en dirección a la taquilla de los cines Verdi, nuestro seno de Abraham. El zenit de la realización era zamparnos cine iraní, romancero y de temática famélica, escasísima.

 Empiezas un nuevo periplo —me receté un día, después de verter mucha lágrima—. Como Robinson Crusoe en el instante de embarcar en su primer naufragio, cuando se dice que él ha nacido para ser su propio destructor, a mi me tocaba inventarme un paisaje nuevo. Un hombre nuevo. Escribí un programa vital, notas. Un decálogo lagrimoso armado en el jardín romántico del Ateneo Barcelonés, y a continuación olvidado en un cajón lleno de libretas. Mentira: perdido y punto. No era socio del Ateneo, entraba por la cara. Iba porque mi padre me había llevado allí cuando era pequeño, a ver a la tortuga y a los señores importantes, y siempre me decía que era un lugar para concentrarse en uno mismo, salvo que se buscase tertulia, y más barato que una celda en Montserrat. Iba, también, a sentirme mayor. Pero ahora ya no se puede entrar olímpicamente, porque una máquina detecta las huellas dactilares de los asociados. Y un segurata, tridimensional y fornido, en la puerta se quita de encima a los moscones como yo.

Me he cansado de estar sentado. Eso pasa. Abollo la lata y la arrojo a la papelera. Animo el cigarrillo con la linterna-mechero. Compraré otra lata, ahora sí quiero una, al paquistaní tardón que ya dormita en el banco de al lado, rodeado de ramos de rosas mustias. Le hago una foto antes de despertarle. ¿Eres el héroe de las redes? El flash le inquieta. Eres un sinvergüenza. Parece un muerto en tránsito de homenaje, antes de ser enviado, encendido y flotante, con el catre y las flores, Indus abajo. Los paquistanís hacen esto. Un euro. Está caliente, pero andando pasa mejor.

Cruzo el Paralelo. Apoyado en la escultura de La Violetera, fumo y cuelgo dos tuits que ahora me parecen ingeniosos y mañana descubriré que son una porquería. Después ensarto Nou de la Rambla, a paso lento. Ramón Enric Bassegoda nació en La Bisbal en el año 1856. Tiene un verso que resume muy bien cómo me sentía, recién llegado: «Tienes la lengua en entredicho, el terrero se te descuartiza y tus códigos se han proscrito». Rematada la catarata de mocos y sollozos, enterrada mi madre ante todo el pueblo, la cabeza se me desanubló

NOTA MENTAL: Los pueblos pequeños caben enteros en su cementerio cuando hay tema. Así el muerto pasa a ser un poco el muerto de todos. Es un asunto comunitario, como la fiesta mayor, una violación, las peleas, un festejo, las infidelidades explicadas en las tiendas antes de ir a preparar la comida.


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 Adrià Pujol Cruells

1974 in Begur geboren, ist Anthropologe, Schriftsteller und Übersetzer. Als Autor hat er Romane, Erzählungen, Memoiren, Essays und ein Kinderbuch veröffentlicht, darunter zuletzt die sprach- und literaturkritischen Essays O no und I si (Arcàdia, 2024 und 2022), Els llocs on ha dormit Jonàs (Editorial Empúries, 2021), einen Roman über Computerspiele, den Erzählband Alteracions (Editorial Malesherbes, 2013), den Erinnerungsband Escafarlata d’Empordà (2011) und das Kinderbuch L’embús (2018). Für seine Übersetzung von George Perecs La Disparition (dt. Anton Voyls Fortgang) erhielt er 2018 zwei Preise – den Premi Crítica Serra d’or und den Premi Manuel Serrat Crespo.

 Matthias Friedrich

wurde 1992 in Trier geboren. Er studierte von 2012 bis 2015 Kreatives Schreiben in Hildesheim (B. A.) und von 2015 bis 2018 Kultur/Interkulturalität/Literatur mit Schwerpunkt Skandinavistik (M. A.) in Greifswald. Seitdem arbeitet er als freischaffender Literaturübersetzer aus dem Norwegischen, Dänischen, Schwedischen, Katalanischen. Außerdem Tätigkeiten als Kritiker, u. a. für TraLaLit und 54books. 2016 veröffentlichte er den Lyrikband kleine thanatoiden (Sukultur 2016).


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